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boober 17.09.2017 14:32

Leuchtkranz entfernen
 
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Moin,

ich bin neu hier im Forum und habe bis jetzt meine ersten Gehversuche in Gimp recht gut gemeistert. Allerdings komme ich nun nicht weiter.

Ich habe ein von einem Microfitchapperat abfotografiertes Bild. Lieder neigen diese Geräte, mit denen man ja bekanntlich sich Mikrofilme anzeigen lassen kann, gerne zu einer Leuchtkranzbildung. Das liegt an der internen Beleuchtung des Gerätes, die leider nicht gleichmäßig den Mikrofilm beleuchtet.

Gibt es eine Möglichkeit, solche Leuchtkränze in dem Bild mit Hilfe von Gimp zu entfernen?

P.S.: Bei der angehängten Datei handelt es sich bereits um die Umwandlung vom negativ ins positiv, so dass der dargestellte graue Fleck in der Mitte die frühere Überbelichtung des Gerätes war. Diesen grauen Fleck hätte ich gerne weg...

Gruß
boober

gedon 17.09.2017 21:25

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Hallo boober,

der "Tatort" ist heute langweilig, darum habe ich parallel dazu mal dein Bild geladen und komme zu folgendem Weg (einem von vielen, wie immer in Gimp):
- Bild laden
- duplizieren
- obere Ebene auf "Faser mischen"
- eine weiße Ebene dazwischen schieben und mit Ebenenmaske versehen
- auf der Maske einen runden Farbverlauf anwenden
- "Sichtbares zusammenfügen"
- die neue Ebene mit dem Ergebnis jetzt noch mit Farben > Schwellwert anpassen

Ist wie gesagt nur eine von vielen Möglichkeiten, vielleicht bekommst du ja hier noch bessere Tipps.

Ich hätte dir ja die xcf hochgeladen, aber die mögliche Größe der Anhänge geht konform mit der Internetinitiative unserer Regierung. Es bleibt deshalb beim Screenshot.

boober 19.09.2017 10:31

Hallo gedon,

vielen Dank für deine Hilfe. Mit den Ebenmasken habe ich noch nicht gearbeitet. Ich konnte zwar sehen, dass sich was verändert, aber wieso und warum hat sich mir ehrlich gesagt nicht erschlossen.

Leider führte dein Weg bei mir nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis (hab vlt. was falsch gemacht).

Gruß
boober

Asmodis 22.09.2017 14:06

Hallo boober,

Ebenenmasken sind vom Konzet her eigentlich recht einfach:

Jedes Pixel eines Bildes hat vier Farbwerte, Rot, Grün, Blau und Alpha. Alpha ist dabei die Angabe, wie transparent das jeweilige Pixel ist. Ein Alphawert von 0 macht das Pixel also komplett durchsichtig, 255 entspricht komplett undurchsichtig.

Ebenenmasken sind eine Methode, diesen Alphawert zu visualisieren und zu manipulieren, indem die Alphawerte in ein Graufarbenbild übertragen werden. Das heißt im Prinzip: Ein schwarzes Pixel in der Ebenenmaske macht das entsprechende Pixel in der zugehörigen Ebene durchsichtig (Man sieht also die Pixel der Ebene darunter durch). Ein weißes Pixel in der Maske macht das entsprechende Pixel in der Ebene undurchsichtig. Grauwerte in der Maske erzeugen entsprechend Teiltransparenz.

Für genauere Infos kann ich dir die Gimp-Dokumentation ans Herz legen: https://docs.gimp.org/2.8/de/

gedon 22.09.2017 18:16

Asmodis hat dir ja schon Einiges erklärt und auch den Link zur lesenswerten Dokumentation gepostet. Von mir bekommst du noch die xcf, die es vermutlich deutlicher macht als nur der Screenshot.

Für einen Erstversuch im Gimp hast du dir da gleich was Nettes ausgesucht: Ebenenmasken, Ebenenmodi und Schwellwert wären deine Suchbegriffe in der Dokumentation.

Nachtrag: Habe den Link wieder rausgenommen, weil von file-upload.net nur Mist gedownloaded wird. Du musst also leider ohne die xcf auskommen.

Asmodis 22.09.2017 18:32

Wie groß ist denn die xcf noch wenn du sie in gimp mit der Doppelendung .xcf.bz2 speicherst? Bz2 und gz haben hier höhere Grenzen für die Dateigröße als reine xcf-Dateien.

gedon 23.09.2017 05:24

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Guter Hinweis, Asmodis. Da hatte ich wohl "tomatoes on the eyes". In der Originalgröße hat es aber auch mit BZ2 immer noch knapp 12MB. Verkleinert von h= >3300 px auf h = 1500px komme ich dann unter die Grenze. Als Übungsobjekt sollte das reichen.

@boober, ich hoffe, du kommst in Verbindung mit dem Handbuch damit ein bisschen weiter.

boober 02.01.2018 23:19

So, nun habe ich mal die Zeit gefunden und mich in die Sache eingearbeitet. Tatsächlich komme ich zu einem ähnlich guten Ergebnis, welches reproduzierbar ist.

Ich habe am Ende noch einmal das fertige Dokument dupliziert und dann die obere Ebene auf "Weiche Kanten" gestellt, wodurch das Ergebnis noch einmal verbessert wurde.

Allerdings bekommt man den "Fleck" nicht 100% heraus, ohne an anderer Stelle die Qualität deutlich zu verschlechtern. Aber so funktioniert es für mich.

Vielen Dank noch einmal für die gute Unterstützung.

LG


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