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Alt 12.01.2017, 11:50   #2
ursa major
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Also, ich starte mal mit meiner üblichen Erbsenzählerei: Was Du "DPI" nennst müsste in Wahrheit "PPI" heißen. "DPI", also "Dots per Inch", bezeichnet die Anzahl der Punkte eines Druckrasters pro Inch im Druck, "PPI", also "Pixel per Inch" ist das was wir in der Bildberabeitung auf dem Bildschirm vor uns haben. Das ist ein sehr verbreiteter Fehler, den man sogar in mancher Software findet, wie z.B. in meinem Scan-Programm von EPSON. Die "PPI" geben vor wie groß das Bild ausgedruckt würde. Wenn Du z.B. ein Bild von 1000x1000 Pixel Größe hast ist damit nichts darüber gesagt wie groß es wäre, wenn es gedruckt wird, weil ein Pixel generell keine feste Größe hat. Darum braucht es eine analoge Zuordnungsgröße, also eine feste Größe in einer Maßeinheit aus der wirklichen, nicht der digitalen Welt. Da hat man sich international auf "Inch" (deutsch "Zoll") geeinigt. Ein Inch sind 2,54 cm. Für eine gute Druckqualität ist es natürlich wichtig, dass die einzelnen Pixel nicht zu groß sind, weil das Bild sonst pixelig wirken würde. Daher brauchen wir eine relativ hohe Auflösung. "300 PPI" stellt einen bewährten Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße dar.

Wenn Dein geöffnetes Bild also in GIMP mit 72 PPI erscheint, wird es dafür wahrscheinlich größere analoge Werte, also in cm oder mm, haben als wenn es in 300 PPI erscheinen würde (die Anzahl der Pixel des Bildes insgesamt verändert sich dabei nicht). Das kannst Du im Dialog (Menü "Bild" >) "Druckgröße" sehen und dort im Bedarfsfall auch relativ zueinander verändern. Wenn Du dort die erforderlichen 300 PPI eingibst und die Eingabetaste (Enter) drückst, kannst Du beobachten wie sich die cm- bzw. mm-Werte anpassen.

In den "Einstellungen" von GIMP kannst Du zudem unter "Neues Bild" definieren in welcher relativen Auflösung neue Bilder standarmäßig erstellt werden sollen. In der Grundeinstellung steht da "72 PPI". Eigentlich wäre "300 PPI" sinnvoller, weil das die Standardauflösung für den Druck ist und sie auch für eine Bildschirmdarstellung nicht schadet, wo die relative Auflösung eigentlich egal ist.

Edit: Warum Dein 300-PPI-Bild nicht gleich mit 300 PPI angezeigt wird, weiß ich aber auch nicht. Generell empfiehlt es sich aber das immer am Ende der Bildbearbeitung nochmal zu überprüfen. Das ist sehr wichtig, weil das Bild sonst sehr groß, aber sehr schlecht aufgelöst gedruckt werden würde. Sollte man sich also zur Routine machen.
__________________
«Alle Menschen sind gleich! Mir zumindest.»

OS: Windows 7 64 Bit, Ubuntu Studio 16.04.1 64 Bit
GIMP 2.8.20,
MyPaint 1.2.0, Krita 3.0, Inkscape 0.92, Scribus 1.4.6

Geändert von ursa major (12.01.2017 um 12:02 Uhr)
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