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Alt 01.10.2019, 17:50   #2
ursa major
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Registriert seit: 02.04.2014
Beiträge: 2.642
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Hallo eifel19!

Fotomontagen sind schon eine etwas anspruchsvollere Aufgabe. Drum solltest Du Dich darauf einstellen, dass das ein bisschen Arbeit, Geduld, Auge und Kenntnisse erfordert. Von Vorteil wäre es auf jeden Fall, wenn Du zuvor schon mit einigen anderen Funktionen vertraut wärst, denn damit eine Fotomontage glaubhaft wirkt müssen z.B. Kontrastverhältnis, Beleuchtung und Schärfe von eingefügtem Bild und Hintergrund zueinander passen, bzw. soweit wie möglich aneinander angepasst werden. Dafür solltest Du also mit den Dialogen Werte und/oder Kurven, Farbton/Sättigung (Menü "Farben") und dem Filter Schärfen (Unscharf maskieren) klarkommen. Es gibt auch noch einige andere Filter die hilfreich sein könnten (z.B. "Farbabgleich", "Farbtemperatur" oder den Schärfe-Filter "Hochpass"), aber die oben genannten sind die Basics, die ausreichen sollten. Wichtig ist auch, dass die Beleuchtungsrichtung der Bilder zueinander passt. Natürlich sieht es seltsam aus, wenn man ein Objekt, das von links vorne unten beleuchtet wird, vor einen Hintergrund setzt, der von oben rechts beleuchtet wird. Außerdem wäre zu erwähnen, dass man hochaufgelöste Bilder wesentlich besser freistellen kann als niedrig aufgelöste. Das liegt daran, dass an den Kanten der Bildobjekte bei niedrig aufgelösten Bildern immer so Farbüberstrahlungen entstehen. Der Grund dafür ist, dass die Pixel im Verhältnis zum Motiv zu groß sind um klar abgegrenzte Konturen bilden zu können. Sie müssen sich quasi ständig entscheiden ob sie die Farbe des Hintergrunds oder des Objekts haben sollen, wenn sie da genau auf der Grenze liegen. Und sie entscheiden sich dann für eine Mischung. Ist die Auflösung groß genug, und damit die einzelnen Pixel klein genug, passiert das nicht.

Zum eigentlichen Freistellen des Objekts würde ich Dir in Deinem konkreten Fall eine Ebenenmaske empfehlen. Es gibt eine ganze Reihe Möglichkeiten freizustellen. Bei den meisten muss man auf irgendeine der angebotenen Weisen eine Auswahl um das Objekt erstellen. Welche Methode man wählt hängt dann von der Komplexität des Bildobjekts und dessen originalen Hintergrund ab. Die einfachste Methode, für die man allerdings einen einigermaßen sauber einfarbigen Hintergrund braucht, der gut zum Objekt kontrastiert, wäre den Zauberstab zu beutzen. Da würde dann optimalerweise ein Klick auf den Hintergrund genügen und man hätte seine Auswahl. Das klappt aber leider eher selten. Komplexere Objekte mit glatten, nicht allzu unregelmäßigen Kanten kann man sehr sauber mit dem Pfade-Werkzeug auswählen. Aus dem dabei entstehenden Pfad kann man dann eine Auswahl machen. Für sehr unregelmäßige Konturen mit vielen Feinheiten kann man auch eine Schnellmaske benutzen, aus der man ebenfalls eine Auswahl machen kann. Man kann all diese Methoden auch kombinieren, denn man kann jeder Auswahl jederzeit etwas hinzufügen oder von ihr abziehen.

Für Deinen Fall würde ich aber, wie gesagt, eine Ebenenmaske empfehlen. Dafür braucht man auch keine Auswahl. Du musst nur im andockbaren Dialog "Ebenen" unten rechts auf den Button rechts des Ankers klicken, im folgenden Dialog die oberste Option auswählen und "OK" klicken. Dann bekommt die Ebene ein zweites Vorschaubildchen, das rein weiß ist. Das ist die Ebenenmaske. Dieses Vorschaubildchen muss immer angeklickt sein, wenn Du an der Maske arbeiten willst. Klickst Du auf das andere Vorschaubild links daneben, malst Du direkt auf die Ebene.

Eine Ebenenmaske ist im Prinzip ein Graustufenbild. Dabei repräsentieren alle schwarzen Stellen Transparenz, alle weißen Stellen volle Deckkraft und alle anderen Graustufen Teiltransparenzen. Im Moment ist die Maske weiß und Deine Ebene also noch voll deckend und enthält keine durchsichtigen Stellen. Nun kannst Du mit dem Pinsel, dem Stift, dem Tinte-Tool oder der Spritzpistole oder auch dem MyPaint-Pinsel (sowie der Pinselspitze Deiner Wahl) und der Vordergrundfarbe Schwarz an der Maske malen, womit Du Bildstellen der Ebene quasi wegmalst. Mit der Vordergrundfarbe Weiß kannst Du sie aber auch jederzeit wieder hervormalen. Sie sind nicht weg, sondern nur transparent. Mit der Taste "X" kannst Du jederzeit ganz schnell die Vordergrundfarbe mit der Hintergrundfarbe vertauschen. Besonders gut geht sowas natürlich mit einem Grafik-Tablett. Aber zur Not tuts auch die Maus. Mit gedrückter mittlerer Maustatse und gehaltener Shift-Taste kann man die Bildansicht übrigens auch drehen, was beim feinen Arbeiten manchmal sehr hilfreich ist.

Farbanpassungen, Schärfungen und andere Verfeinerungen nimmst Du dann natürlich nach dem Freistellen und einfügen in das andere Bild vor.

Am besten liest Du zu den hier empfohlenen Themen mal im GIMP-Benutzerhandbuch nach. Das ist oben auf der Startseite des Forums verlinkt. Wäre unnötig aufwändig das hier alles aufzuschreiben. Fragen kannst Du hier aber natürlich immer, wenn es irgendwo hakt oder was unklar ist.
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