Lochkamera-Effekt

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Lochkamera-Effekt
Basisdaten
Autor: Lumpi
Getestete Versionen:
2.4.x
Kategorie: Bildbearbeitung
Schwierigkeitsgrad: Bild:Tutorial_medium.png

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Lochkamera ist das einfachste Gerät, mit dem sich optische Abbildungen erzeugen und ablichten lassen. Dieser Art von Fotografie liegt das Prinzip der Camera obscura zu Grunde. Obwohl die Technik sehr alt ist, erfreut sich diese Art von Fotografie wieder einer großen Beliebtheit. In diesem Tutorial soll gezeigt werden, wie diesen Effekt mit GIMP nachstellen kann.

Ausgangsbild

Ausgangsbild ist ein Foto, das ich von einer unserer Alleenstraßen aufgenommen habe. Auf diesem Foto kommt das Spiel mit Licht und Schatten besonders schön zur Geltung.

Ausgangsbild – Alleenstraße

Vorgehensweise

Farbe entsättigen/ Bild schärfen

Nachdem wir das Ausgangsbild geöffnet haben, duplizieren wir die Ebene und entsättigen die Farbe. Farben => Entsättigung => Grauwert bestimmen nach Leuchtkraft.

Menü Sättigung entfernen

Jetzt duplizieren wir die entsättigte Ebene erneut und wenden auf der obersten Ebene den Filter => Künstlerisch => Fotokopie an.

Filter Fotokopie

Hierbei belassen wir die vorgegebenen Standarteinstellungen des Filters.

Filter Fotokopie angewandt

Jetzt setzen wir den Ebenenmodus dieser Ebene auf Multiplikation und setzen die Deckkraft der Ebene auf 50 Prozent zurück. Durch diese Methode erscheint unser Bild schärfer und wir können die beiden sichtbaren Ebenen vereinen.

Ebenenmodus Multiplikation

Lochblende simulieren

Bei einer Lochblende gibt es keine optischen Linsen. Das Licht trifft durch eine kleine (meist runde) kleine Öffnung in einer dunklen Box auf das Belichtungsmaterial. http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/9d/Lochkamera_prinzip.jpg Dadurch ist das Bild in der Mitte stärker belichtet, während die Ränder dunkler, unschärfer und verrauschter sind. Ziel der nächsten Arbeitsschritte ist es, diesen Effekt zu simulieren.

Bild zu den Rändern abdunkeln

Wir duplizieren die schwarz-weiß-Ebene und wenden auf der oben liegenden Ebenen den Filter Helligkeit/ Kontrast an. (Farben => Helligkeit/ Kontrast) an. Im Filtermenü setzen wir die Helligkeit maximal zurück.

Filter Helligkeit/Kontrast

Wir wenden diesen Filter auf die oberste Ebene an und fügen ihr anschließend eine weiße Ebenenmaske hinzu. Jetzt wählen wir das Farbverlaufs-Werkzeug und stellen einen kreisförmigen Farbverlauf von schwarz nach weiß ein. Diesen Farbverlauf wenden wir auf der Ebenenmaske an.

Farbverlauf

Nach Anwendung des Farbverlaufs können wir die beiden oberen Ebenen miteinander vereinen.

Farbverlauf angewandt

Bild zu den Rändern weichzeichnen

Wir duplizieren die Ebene erneut und zeichnen die oberste Ebene mit dem Gaußschen Weichzeichner (Filter => Weichzeichnen => Gaußscher Weichzeichner) beim Radius 20 weich.

Einstellungen Gaußscher Weichzeichner

Jetzt fügen wir der weichgezeichneten Ebene eine Ebenenmaske hinzu und füllen sie, wie oben bereits beschrieben, mit einem kreisförmigen Farbverlauf von schwarz nach weiß.

Vorbereitung Farbverlauf

Nun ist das Bild in der Mitte scharf, während es kreisförmig zu den Rändern hin immer unschärfer wird.

Farbverlauf angewandt

Bild zu den Rändern verstreuen

Wir duplizieren die Ebene erneut und wenden auf der oberstenb Ebene den Filter Verstreuen an. Dafür wählen wir eine Verteilungsmenge von 20 Pixeln. (Filter => Rauschen => Verstreuen)

Filtereinstellungen Verstreuen

Anschließend fügen wir der Ebene erneut eine weiße Ebenenmaske hinzu und versehen sie wieder mit einem kreisförmigen Farbverlauf.

Einstellungen Farbverlauf

Nachdem beide Ebenen vereingt sind, sieht unser Bild so aus:

Farbverlauf angewandt

Lupeneffekt erzeugen

Wir duplizieren die Ebene erneut und wenden auf der obersten Ebene den Filter: Lupeneffekt an. (Filter => Licht und Schatten => Lupeneffekt) Bei den Filtereinstellungen wählen wir einen Brechungsindex der Linse von 1,05.

Filtereinstellung Lupeneffekt

Nach Anwendung des Filters fügen wir der Ebene eine weiße Ebenenmaske hinzu und gleichen mit der Sprühpistole und einer großen weichen Pinselspitze die scharfen Ränder der Lupe an.

Ränder angleichen

Nun sieht unser Bild so aus:

Ränder angeglichen

Bild künstlich altern lassen

Sepia-Effekt anwenden

Wir wenden nun den Filter: Altes Foto an. (Filter => Dekoration => Altes Foto) Auch hierfür übernehmen wir die vorgegeben Filtereinstellung. (Wichtig: Häckchen muss bei Mit Kopie arbeiten gesetzt werden!)

Filtereinstellungen Altes Foto

Nach Anwendung dieses Fotos öffnet sich ein neues Bild mit dem Sepia-Effekt.

Sepia-Effekt im neuem Bild

Wir schneiden dieses neue Bild aus. (Rechtsklick im Bildfenster => Bearbeiten => Ausschneiden)

Menü Ausschneiden

Jetzt wechseln wir zum Ursprungsbild zurück und legen eine neue, transparente Ebene an. In dieser Ebene kopieren wir nun das Sepia-Bild aus der Zwischenablage. (Bearbeiten => Einfügen)

Bild aus Zwischenablage eingefügt

Das Bild erscheint nun in einer schwebenden auswahl, die wir mit einem Klick auf das Ankersymbol im Ebenendialog auf die neue Ebene verankern. Jetzt stellen wir den Ebenenmodus der Sepia-Ebene auf "Fasern mischen" und setzen die Deckkraft auf 40 Prozent zurück.

Ebenenmodus und Deckkraft verändert

Anschließen können wir die beiden Ebenen vereinen.

Rand ausblenden

Zum Schluss wenden wir noch den Filter: Rand ausblenden an. Hierfür verwenden wir wieder die Voreinstellungen des Filters. (Filter => Dekoration => Rand ausblenden)

Filtereinstellungen Rand ausblenden

Nach Anwendung dieses Filters ist under bild fertig:

fertiges Bild

weitere Anwendungsbeispiele

Abendstimmung
Windflüchter
Klosterruine Eledena
Porträt

Hilfe und Fragen

Fragen zu diesem Tutorial können im GIMP-Forum gestellt werden. Dort erhaltet ihr auch Hilfe.

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