Portraits weichspülen
Aus GIMPForum
| Portraits weichspülen | |
| Basisdaten | |
| Autor: | Houz |
| Getestete Versionen: | 2.2.17 2.3.x 2.4.0rc3 |
| Kategorie: | Bildbearbeitung |
| Schwierigkeitsgrad: | |
Inhaltsverzeichnis |
Einleitung
Das folgende Tutorial basiert auf dem Tutorial "Airbrush Tutorial I" von sxc.hu.
Da GIMP 2.4 in den Startlöchern steht (und ich keine 2.2er Version mehr installiert habe) ist das folgende Tutorial mit der (derzeit aktuellen) Version 2.4.0-rc1 entstanden. Damit auch Leute mit 2.2er GIMP folgen können wird nach Möglichkeit von den neuen Funktionen kein Gebrauch gemacht oder auf Alternativen hingewiesen.
Das Ziel ist es, ein Portrait so zu bearbeiten, dass es wie die weichgespülten Wachsfiguren in Hochglanzmagazinen aussieht. Zum besseren Verständnis hier mal das Original nebst Ergebnis:
Vorgehensweise
Bild öffnen
Als erstes muss man das zu bearbeitende Bild natürlich öffnen.
Unreinheiten entfernen
Nun dupliziert man die Hintergrundebene. Als nächstes werden kleinere Unreinheiten wie Leberflecken, Pickel und ähnliches entfernt. Dazu kann man den Klon-Stempel nehmen. Wer bereits eine neuere Version von GIMP benutzt, sollte lieber das neue Heilen-Tool benutzen - das geht schneller und gibt sehr schöne Ergebnisse. Dabei einen kleinen, harten Pinsel nehmen.
Das Ergebnis könnte dann wie folgt aussehen:
(Ursprünglich hatte ich vor, den Rot-Anteil im Bild etwas zu erhöhen. Da ich von dem letztendlichen Durchgang für diesen Schritt kein Bild mehr habe, muss das reichen. Also einfach weniger Rot denken.)
'Flecken entfernen'
Jetzt wendet man den 'Flecken entfernen'-Filter (Filter->Verbessern->Flecken entfernen) mit folgenden Parametern an:
Je nach Motiv und Bildgröße müssen die Parameter anders sein. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Filter unter GIMP 2.4 nicht mehr so gut funktioniert wie unter 2.2.
Das Ergebnis (nach zweimaliger Anwendung des Filters):
Weichzeichnen
Als nächstes wird das Bild mit dem Gaußschen Weichzeichner (Filter->Weichzeichnen->Gaußscher Weichzeichner) ganz leicht weichgezeichnet:
Das Ergebnis:
Rauschen
Damit das ganze zum Schluss nicht zu unrealistisch aussieht, wird dem Bild nun etwas Rauschen hinzugefügt:
Auch hier gilt wieder: Je nach Bild müssen andere Werte gewählt werden.
Das Ergebnis:
Die Haut auftragen
Bis jetzt hat man lediglich ein weichgezeichnetes Bild. Das wird sich nun ändern.
- Man fügt der oberen Ebene eine Ebenenmaske hinzu und füllt sie mit Schwarz. Alle gemachten Änderungen sollten jetzt unsichtbar sein.
- Einen kleine Pinsel wählen, zum Beispiel "Circle (19)".
- Nun alle Hautflächen - und nur diese - mit Weiß auf der Ebenenmaske füllen. Detaillierte Bereiche wie Lippen, Augen, die Schatten um die Nase und Nägel auslassen. Unter Umständen auch einen kleineren Pinsel nutzen.
Wenn man das geschafft hat ist man im Prinzip fertig:
Nachbearbeiten
Da das Ausgangsbild nicht unbedingt Studioqualität hat, könnte man nun noch versuchen, die Farben mittels Kurven (Farben->Kurven) zu Verbessern. Das würde aber den Rahmen dieses Tutorials sprengen.
Weblinks
Das Original-Tutorial (englisch und für Photoshop, dafür besser)
